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Mit Musik und Geschenken begrüßt wurden die Jubilare der schlussendlich 15 Millionen angeworbenen Gastarbeiter und Gastarbeiterinnen, ohne die das "deutsche Wirtschaftswunder" so nicht wahr geworden wäre.

Schon in den 60er Jahren setzten sich Gastarbeiter und Gastarbeiterinnen für ihre politischen Rechte ein und waren mit Unterstützung der Gewerkschaften zumindest auf dem Feld der Arbeit erfolgreich. Das Betriebsverfassungsgesetz von 1972 garantierte die volle politische Gleichstellung am Arbeitsplatz. Tausende Betriebsräte mit Migrationshintergrund sind ein lebendiges Beispiel erfolgreicher Integration.

Statt die Integration durch kommunale politische Gleichberechtigung zu verfestigen, wurden Anfang der 70er Jahre repräsentative Hilfskonstruktionen - Ausländerbeiräte, -ausschüsse - mit beratendem, aber meist unverbindlichem Charakter geschaffen. Diese ermöglichten immerhin eine kommunale Vernetzung und politische Wahrnehmung der Migrantinnen und Migranten, sind aber mangels Entscheidungskraft ein überfälliges Durchgangsstadium zum gleichberechtigten kommunalen Wahlrecht.

Der Würdigung der Arbeitsleistung durch die symbolische Ehrung des 10.000., 500.000. oder einmillionsten Gastarbeiter steht bis heute der Mangel an demokratischer Teilhabe gegenüber.

Wir bemühen uns einerseits um die Tradition der Gastarbeitergeschichte und verbinden diese aber auch mit unserem Einsatz für ein gleichberechtigtes kommunales Wahlrecht.

DOWNLOAD: Daten und Bilder zu einigen Jubilaren 1964 - 1972

DOWNLOAD: Armando Rodriguez, der einmillionste (kurz-Info)

> Armando Rodriguez in Freiburg (Kurzfilm des FR Wahlkreises 100 %, 7:26 min)
> Poster (Wahlrecht statt Mopeds, Wahlrecht und Blumen)